Marino Formenti
A|D|CH
Geboren in
Mailand
Studium in
Mailand | Stuttgart | Wien
Highlights
Luzern Festival | Lincoln Center "Great Performers"-Series | Salzburger Festspiele | Edinburgh | Schleswig-Holstein | Zusammenarbeit mit Helmut Lachenmann | György Kurtág | Salvatore Sciarrino | Olga Neuwirth | Beat Furrer | Assistent von Kent Nagano und Sylvain Cambreling
Gewonnene Preise
Belmont Preis für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider Stiftung 2009
Aufnahmen bei
Kairos | Col Legno | BIS
Kurzbiografie
Der in Italien geborene Pianist und Dirigent Marino Formenti hat sich vor allem als Interpret moderner und zeitgenössischer Musik und mit seiner Suche nach einer Verbindung von Alt und Neu profiliert. Seine Vorliebe für neue, ungewöhnliche Zusammenhänge schlägt sich in sehr unterschiedlichen Projekten nieder, die häufig auch mit der Konzertform experimentieren (Missa, Piano Trips, Nothing is Real, The Party, Piano Integral, Dialogos, Epicycle, Kurtág's Ghosts, Sieben Letzte Worte).

Konzerteinladungen führten ihn u.a. zu den Salzburger Festspielen, zu den Festivals von Luzern, Edinburgh, Schleswig-Holstein, Aspen und Ravinia sowie in die großen Konzerthäuser und zu den Festivals von Berlin, Wien, Köln, Paris, Tokio, Zürich, Moskau, New York, Los Angeles und Rom. 2004 debütierte er im Lincoln Center in New York mit einem eigenen Recital-Zyklus in der "Great Performers Series". Ähnliche themenbezogene Zyklen präsentierte er u.a. in Wien, Los Angeles und San Francisco.

Bei Publikum und Presse für sein "ekstatisches Spiel" und die "traumwandlerische Hingabe" gefeiert, konstatierte die Los Angeles Times anlässlich eines Konzertzyklus im LACMA über Marino Formenti: "A Glenn Gould for the 21. Century ... mesmeric, shamanistic, unforgettable... he is in short a phenomenon." L.A. Weekly berichtete über einen "state of exhilaration beyond any experience". Der österreichische Standard: "Grandios... ungemein eindringlich... fulminant".

Als Solist konzertierte Marino Formenti u.a. mit dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic, dem Orchestre de la Suisse Romande und mit den wichtigsten europäischen Rundfunkorchestern. Seine Partner waren Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Kent Nagano, Esa Pekka Salonen, Ingo Metzmacher, Sylvain Cambreling. Er arbeitete außerdem mit Künstlerkollegen wie Gidon Kremer, Ulrich Matthes, Lars Vogt und Maurizio Pollini zusammen.

In der nächsten Saison wird er sich gemeinsam mit Daniel Harding und dem Mahler Chamber Orchestra, mit Gustavo Dudamel und dem L. A. Philharmonic erneut der Musik György Kurtágs und Lou Harrisons widmen; mit seinen Programmen Kurtág's Ghosts, Seven Last Words und mit Messiaens Vingt Regards sur l'Enfant Jésus kehrt er nach New York und San Francisco zurück.

In seiner Laufbahn als Dirigent war Marino Formenti zunächst Assistent von Kent Nagano und Sylvain Cambreling. Selbst am Pult stand er inzwischen bei den Wiener Festwochen, im Wiener Konzerthaus und beim Ravenna Festival. Er leitete die österreichische Erstaufführung von Kurt Weills Oper "Der Protagonist" und dirigierte THE PARTY in Los Angeles, Ravenna und Palermo. 2008 debütierte er in der Accademia di Santa Cecilia in Rom auf Einladung Maurizio Pollinis. Mit ihm wird er 2009 erneut in der Mailänder Scala und in der Pariser Citè de la Musique auf der Bühne stehen.

Marino Formenti arbeitet mit einigen der größten lebenden Komponisten zusammen, unter ihnen Helmut Lachenmann, György Kurtág, Salvatore Sciarrino, Olga Neuwirth, Beat Furrer und Bernhard Lang.

Er ist Träger des Belmont-Preises 2009 für zeitgenössische Musik der Forberg-Schneider-Stiftung.