Christian Schmitt
GEN
NN, 21.10.2008 | ab
Da hatte Solist Christian Schmitt an der Orgel fast schon ein leichtes Spiel, nicht nur mit seinem virtuosen 3-Minuten-Fußpedal-Solo, sondern auch mit Rhythmischer Rafinesse und lockerer Bühnenpräsenz wusste er zu begeistern.

Pfälzische Volkszeitung | 15.12.2007
Mit Thomas Hammes an der Trompete und Christian Schmitt an der Orgel stellten sich zwei „Jungspunde" vor, die schon mit zahllosen Preisen überhäuft wurden. Sie spielten die Bearbeitung des Kirchenliedes „Herbei, o ihr Gläubigen" mit großem Engagement, sensibel und klangschön in den langsamen Teilen, effektvoll und mit großem Ton in den dramatischen Ausbrüchen. Bemerkenswert dabei war die ausgezeichnete Balance zwischen den Beiden, wenn sie nahezu seismographisch aufeinander eingingen. Diese wunderbare Kommunikation ließ den Zuhörer auch bei Torellis Sonata auf der Stuhlkante sitzen.
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Sowohl technisch souverän als auch musikalisch schlüssig spielte Christian Schmitt auf der Orgel. Eine absolute Meisterleistung zeigte er bei Marcel Duprés Variationen eines alten französischen Weihnachtsliedes, wobei er alle Register seines Könnens zog. Im Zwiebelschalensystem war die Dynamik angelegt; pralles Sonnenlicht und verschattete Idylle wechselten sich ab, Atonalität, Verfremdungseffekte, wilde Arpeggios und Cluster würzten das Geschehen, wühlten auf, wobei er durchaus auch noch Kräfte für klangliche Feinheiten übrig hatte. Auch bei Alexandre Guilmants „Noel", Variationen über einem alten polnischen Weihnachtslied, erwies er sich als überlegener Spieler mit klarer Konzeption, die ihm zu einer geschlossenen Darstellung verhalf.