Boris Berezovsky
A
klassik.com, 13.06.2008 | Thomas Gehrig
[Beethovens ‘Diabelli-Variationen’] Die 33 Veränderungen macht Berezovsky zu einem wahrhaft abwechslungsreichen Ereignis. Mit hoher musikalischer Intelligenz und sublimer Anschlagskultur bringt er die gesamte Bandbreite des Werks von innehaltender Versenkung bis hin zu den zahlreichen heiter-beschwingten Momenten zum Ausdruck, so dass niemals Langeweile aufkommt. Hier wie auch in den übrigen Stücken kommt deutlich Berezovskys selbst erklärte Maxime zum
Ausdruck: Stets lässt er sich vom Moment inspirieren und vermeidet eine vorgefertigte, schablonenhafte Lesart.
Mit bezauberndem Charme gibt Berezovsky auch Godowskys ‘Alt Wien’ zum Besten, bevor er den Abend mit drei kleinen Stücken seines Landsmanns Anatoly Liadov (1855-1914) beschließt.