| Martin Haelböck |
| A | diverse |
| Los Angeles Times, 04. 2008 | Mark Swed MAESTRO: "Radamisto" has become one of Martin Haselböck's specialities; in recent years he has conducted a staged producion of the opera that toured Europe. [...] Haselböck conducted with enthusiasm. He kept things moving. Kurier, 27. September 2007 Duftig & mitreißend Musikverein: Wiener Akademie, Haselböck Imponierender Saisonstart der Wiener Akademie unter ihrem Chef Martin Haselböck am Dienstag im Musikverein. "Berenice, che fai", die im Autograph als "Scena" bezeichnete Komposition Haydns für Sopran und Orchester gelang fabelhaft. Fein von Haselböck vorbereitet das Ensemble, prächtig disponiert Joan Rodgers: beste Intonation, packende Dramatik. Duftig und mitreißend ferner Haydns Symphonie Hob.I:95. Präzises Spiel, schöne Geigen-, Bratschen- und Cello-Soli in den tollen Mittelsätzen, schmissig das Finale. Mozarts "Linzer Symphonie" (KV 425) konnte diesem Werk (auch wegen kleiner, wiederholungsbedingter Längen) nicht ganz Paroli bieten. Und, so "perfid" das auch klingen mag: Bei allem Respekt vor Beethoven, seine Sopranarie "Ah perfido!" (op. 65) erreicht die Qualität der Berenice-Szene auch nicht. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: musiziert bzw. gesungen wurde uch hier tadellos. - Opal Die Presse, 13. September 2007 | Gerhard Kramer [...] Gemeinsam war den ersten drei Symphoniekonzerten, dass ihre Dirigenten alle von der 'historischen Aufführungspraxis' herkommen. Grundverschieden hingegen die Art ihres Zugriffs: Als ehemaliger Chordirigent bevorzug Philippe Herreweghe einen abgerundeten, milden Klang, was mit dem gut disponierten Mahler Chamber Orchestra bei Schumanns 'Rheinischer' Symphonie zu schönster Wirkung kam. Haydns Symphonie Nr. 99 hätte dagegen eine etwas schärfere Profilierung vertragen, so wie sie MARTIN HASELBÖCK tags darauf Haydns Nr. 95 zuteil werden ließ. BRUCKNERS ERSTE IN DER URFASSUNG "Aufreger" dieses zweiten Abends war aber Bruckners erste Symphonie in der Linzer Urfassung. HASELBÖCKS dem Originalklang verpflichtete WIENER AKADEMIE hatte sich dafür mit Blasinstrumenten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunders (im Original oder Nachbauten) eingedeckt. Und obwohl speziell das Holz punkto Tonstärke nicht ganz ausgewogen klang und auch die Streicher zuweilen an ihre technischen Grenzen stießen, gelang dem Dirigenten mit seiner exzessiv-leidenschaftlichen Zeichengebung doch eine Wiedergabe, die Bruckners ungebärdigem Erstling an Feuer nichts schuldig blieb. Los Angeles Times, 10 March 2006 | Haydn upstages Mozart in Davies Hall: Georgia Rowe |
| Mozart is receiving another fine tribute by the San Francisco Symphony this week -- although Haydn stole a considerable amount of the thunder from Wednesday's opening night performance at Davies Hall. The main event on the program, which has repeats Friday and Saturday nights, is Mozart's beautiful Mass in C Major, "Coronation." With the dynamic early music conductor Martin Haselbock leading the orchestra, San Francisco Symphony Chorus and a strong quartet of vocal soloists, the results, as befitting the composer's 250th birthday celebration, were splendid. Haselbock led a colorful reading, and the S.F. Symphony Chorus sounded magnificent. Haselbock also achieved excellent results in the Symphony No.96, from the pensive music of the first movement's slow introduction to the zesty pulse of the finale. Liszt finds a kindred spirit in the organist; Martin Haselbock walks on the wild side, giving Disney Hall's mammoth instrument a workout. The organist / conductor / scholar is a properly credentialed early- musicker. He has been music director of the Viennese period- instrument band Wiener Akademie for 20 years. Next fall he becomes music director of the Musica Angelica, Los Angeles' leading early-music ensemble. But he also has another musical life as a longtime Lisztian, and Liszt's organ music isn't early anything. It was outrageous in the 19th century, and under the right circumstance, it can still seem outrageous today. Disney has the right organ, and Haselbock has the nerve to unleash most of this music's raw power. It was a nasty night, dark and wet, and the sleeping giant, as this organ sometimes has been called, was awakened. |
| Neue Kronen-Zeitung, 22 Februar 2007 | Brillantes Feuer |
| Mit Virtuosität und Individualität trumpfte der Dirigent und Organist Martin Haselböck an der Orgel des Konzerthauses auf: An Liszts Orgelvariationen, Schönbergs Opus 40 und Fragmenten aus der Orgelsonate demonstrierte er seine Möglichkeiten! Weit ist die Ausdruckspalette. Vom zarten Hoffnungsschimmer bis zu Sarkasmus, aufbrausendem Schmerz und pathoserfüllten Gesten: Die Orgel kann einfach alles! Gewaltige Monumentalität, zarte, dunkle Traurigkeit, mystische Intensität! Nach dieser Meditationsphase beeindruckte der zweite Teil durch ein Feuerwerk an Brillanz und Technik. Imponierend Haselböcks Instinkt für Klangtheater und Gestik. |
| Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. September 2003 | Das Flötchen kichert keck |
| Zumersten Mal war die Kern-Orgel der Gedächtniskirche im Bad HomburgerStadtteil Kirdorf in das Fugato-Festival einbezogen. In demzweimanualigen Instrument von 1988 hat sich die Straßburger WerkstattAlfred Kern, die auch die neu-alte Orgel in der Dresdner Frauenkircheerstellt, an die elsässische Silbermann-Tradition angelehnt. Die 19Register klingen quasi barock, sehr trennscharf, einige in der rechttrockenen Akustik durchdringend. Diesen kernigen Eindruck verstärkteder Wiener Organist und Dirigent Martin Haselböck durch zugespitzteTempi und Rhythmik. Besonders deutlich wurde dies in MozartsOrgelwalzen-Fantasie f-Moll KV 608 mit sehr flottem, doppeltpunktiertem Einstieg, mit dem das flötig registrierte As-Dur-Andante umso mehr kontrastierte. In der Sonate g- Moll Wq 70 Nr. 6 von CarlPhilipp Emanuel Bach waren Orgelklang, affektbetonte Dramatik undHaselböcks freies Spiel vollkommen im Lot. Dies gilt auch für VaterBachs C-Dur-Toccata BWV 564, deren weiträumige Fuge Haselböck brillantvom silbrig aufspringenden Thema bis zum strahlenden Pleno steigerte.Antonio Solers hinreißender "Fandango" hingegen verlor auf derKern-Orgel einiges von seinem Sog und seiner spritzigen Eleganz, diesich auf dem Hammerflügel angemessener darstellen lassen. ArnoldSchönbergs "Zwei Fragmente einer Orgelsonate" (1941) paßten sichindessen perfekt der barocken Disposition an. Das Molto moderato, indem Schönberg Zwölftontechnik mit Sonatensatz-Exposition verbindet, hobder Organist mit Zungenstimmen vom flötig registrierten kürzerenAllegretto ab. Zum Abschluß improvisierte Haselböck einePatchwork-Fantasie über zwei polnische Volkslieder. Hier führte er dieFarbmöglichkeiten der kleinen Orgel vor. Daß auch Humor auf der Orgelmöglich ist, bestätigte Haselböck im zugegebenen "Noël provençale" vonClaude Balbastre, einem kecken Stück, in dem ein Zweifuß-Flötchen zukichern schien. |






