Takács Quartet
A
Vollständige Biografie

Edward Dusinberre | 1. Violine
Károly Schranz | 2. Violine
Geraldine Walter | Bratsche
András Fejér | Violoncello

Das 1975 in Budapest gegründete Takács Quartet zeichnet sich durch virtuose Technik, außergewöhnliche Direktheit und einen konsequent glänzenden Ton aus. Das Ensemble erkundet sein Repertoire mit intellektueller Neugier und Leidenschaft und schafft so durchdachte und transparente Kammermusik, die immer wieder aufs Neue mitreißt. Seit seiner Gründung wurde dem Quartett immer wieder Wärme, Vitalität, Schwung, Scharfsinnigkeit, ein blühender Ton sowie die Fähigkeit, in voller Übereinstimmung und vor allem direkt aus dem Herzen der Musik zu spielen, ohne dabei die Individualität des Einzelnen zu beschneiden, attestiert.

Im Laufe seiner dreißigjährigen Bühnenpräsenz, in der das Ensemble praktisch in jeder Musikmetropole Nordamerikas, Europas, Australiens und Japans sowie bei renommierten Festivals, u. a. Aspen, Berlin, Cheltenham, City of London, Mostly Mozart, Ravinia, Salzburg, Schleswig-Hostein und Tanglewood gastierte, hat es sich ein umfangreiches Repertoire erarbeitet, das von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert bis Bartók, Britten, Dutilleux, Janáček und Sheng reicht.

In der Spielzeit 2005/06 stehen Auftritte in Amsterdam, Brüssel, Paris, Genf, Mailand, Zürich, Lissabon, New York, Washington, Boston, Chicago, Los Angeles und beim Aspen Festival (dort ist das Ensemble Resident Quartet) auf dem Programm, 2006 werden sie u. a. wieder Konzerte in Japan geben. In zahlreichen Konzerten gemeinsam mit dem ungarischen Ensemble Muszikás widmet sich das Quartett darüber hinaus den Einflüssen traditioneller ungarischer Volksmelodien auf die Werke Bartóks und Kodálys. Die beiden Ensembles traten im Januar 2006 zusammen in der Kölner Philharmonie auf. Zu den letzten Uraufführungen, die das Quartett realisierte, gehören u. a. Bright Shengs Quartett Nr. 3 und Su Lian Tans „Life in Wayang“.

Höhepunkte der Spielzeit 2004/05 waren u. a. mehrere Konzerte im Januar 05 im New Yorker Lincoln Center, bei denen das Quartett seinen Beethoven-Zyklus präsentierte. Im Mai 2005 hat es darüber hinaus seine dreijährige Konzertreihe mit den Beethoven-Quartetten in Cleveland zum Abschluss gebracht. Zudem spielte das Takács Quartet in den USA sämtliche Streichquartette von Bartók und ging mit Werken u. a. von Haydn, Beethoven, Mendelssohn und Borodin auf eine Tournee durch Nordamerika. Im November und Dezember 2004 stand eine Tournee durch Australien und Neuseeland auf dem Programm, auf die im Mai 2005 Konzerte u. a. in der Londoner Wigmore Hall sowie in Lissabon, Paris, Venedig, Graz und Mailand folgten.



Die Diskographie des Ensembles zeugt von der Vielseitigkeit der vier Musiker: Exklusiv für Decca haben sie seit 1988 u. a. Werke von Haydn, Mozart, Brahms, Schubert, Dvořák, Borodin, Smetana und Chausson aufgenommen. Dabei arbeiteten sie u. a. mit Künstlern wie Andreas Haefliger, András Schiff, Joshua Bell und Jean-Yves Thibaudet zusammen. Ihre Einspielungen der sechs Quartette von Bela Bartók (1998) wurde mit einem Gramophone Award belohnt und für einen Grammy nominiert, ebenso wie die CD mit Werken von Schubert und Mozart. 2005 wurde das Quartett für die Einspielung von Beethovens späten Streichquartetten mit seinem dritten Gramophone Award ausgezeichnet, mit dem BBC Music Magazine Award 2006 Disc of the Year, dem Japan Record Academy Award und den Classical Brit Award in der Kategorie Ensemble Disc of the Year.

Die erste CD-Box ihrer Beethoven-Gesamtaufnahme mit den Quartetten op. 59 („Razumovsky“) und op. 74 („Harfenquartett“) erhielt neben dem Gramophone Award 2002 und dem 1. Preis der Japanischen Schallplatten-Akademie den Grammy 2003. Der zweite Teil des Beethoven-Zyklus’ mit den frühen Quartetten erschien im Januar 2004 und mit der Veröffentlichung der späten Quartette sowie des op. 95 und der „Großen Fuge“ fand der Zyklus im Januar 2005 seinen Abschluss. Über die Konzerte und Aufnahmen dieser Quartette schrieb der Cleveland Plain Dealer: „Das Takács Quartet spielt dieses Repertoire besser als jedes andere Quartett bisher.“  Das Takács Quartet arbeitet seit 2006 mit dem Label Hyperion zusammen, unlängst sind Werke von Schubert erschienen, demnächst erscheinen Werke von Brahms.

Gábor Takács-Nagy, Károly Schranz, Gábor Ormai und András Fejér gründeten das Takács Quartet 1975 während ihrer Studienzeit an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest. Durch Preise bei den internationalen Streichquartett-Wettbewerben in Budapest, Bratislava, Evian und Portsmouth (jetzt London) machte das Ensemble schnell auf seine außerordentliche Qualität aufmerksam. 1993 trat Edward Dusinberre dem Quartett bei, seit August 2005 ist Geraldine Walther Bratschistin des Ensembles. Seit 1983 ist das Ensemble Quartet in Residence an der University of Colorado, USA, und wurde 1988 mit dem Titel Visiting Quartet at the Guildhall School of Music in London ausgezeichnet. Vom Präsidenten der Republik Ungarn wurde den Mitgliedern des Ensembles außerdem das Ritterkreuz für außerordentliche Verdienste im Bereich der Kunst verliehen.

Ab dieser Saison ist das Quartett Associate Artist des South Bank Centre in London.

Die Mitglieder des Ensembles sind:

Edward Dusinberre – Violine
Károly Schranz – Violine
Geraldine Walther – Viola
András Fejér – Cello


2007/2008

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