Takács Quartet
A
Vollständige Biografie
Edward Dusinberre – Violine            
Károly Schranz – Violine
Geraldine Walther – Viola                
András Fejér – Cello


„Es gibt heutzutage einfach kein anderes Quartett, das dem Takács das Wasser reichen kann.“ The Guardian, November 2009

Als eines der weltweit führenden Streichquartette anerkannt, zeichnet sich das Takács Quartet durch seine Fähigkeit aus, vier ausgeprägte, ausdrucksstarke musikalische Persönlichkeiten zu einem Ensemblespiel zu verschmelzen, das fesselnde, homogene Interpretationen zu gestalten vermag. Über seine Schubert-CD bei Hyperion schrieb das Gramophone Magazine: „Das Takács Quartet schafft es, einen glauben zu machen, dass es keine andere Möglichkeit der Interpretation gibt als diese, und sie haben eine Kraft, gängige Vorurteile umzustoßen, die nur den größten Musikern vorbehalten ist.“

2011 gewann das Quartett den „Award for Chamber Music and Song“ der von der Royal Philharmonic Society in London vergeben wird. Das Quartett gibt über 90 Konzerte im Jahr weltweit in Europa, Australien, Neuseeland, Japan und Süd-Korea. Während der Saison 2010 / 2011 spielten sie einen Bartók-Zyklus in Sydney und eine jeweils drei Konzerte umfassende Schubert-Serie in New York City und an der Ann Arbor Universität in Michigan.
In der Saison 2011/ 2012 liegt der Fokus auf Janacek, Britten, Debussy und Ravel, mit Auftritten in den USA, Europa, Australien und Neuseeland. Ebenfalls in dieser Saison wird es zur Zusammenarbeit mit den Pianisten Garrick Ohlsson und Joyce Yang, sowie dem Cellisten Ralph Kirschbaum kommen.

2005 unterschrieb das Takács Quartet einen Vertrag mit Hyperion Records und
veröffentlichte 2006 die erste Aufnahme bei diesem Label: Schuberts Quartette D 804 und D 810. Die nächsten CDs mit Werken von Brahms erschienen jeweils im November 2007 und 2008. Seit 1988 hat das Quartett für Decca sechzehn Aufnahmen vorgelegt, darunter Werke von Beethoven, Bartok, Borodin, Brahms, Chausson, Dvorak, Haydn, Mozart, Schubert und Smetana. Für seine Aufnahme der sechs Bartók-Quartette erhielt das Quartett 1998 den Gramophone Award und 1999 eine Grammy-Nominierung. Schuberts Forellenquintett (mit Andreas Haefliger) wurde 2000 ebenfalls für den Grammy nominiert. Für DECCA nahm das Ensemble außerdem Beethovens gesamte Streichquartette auf und erhielt dafür u. a. einen Grammy, den Disc of the Year und Chamber Award des BBC Music Magazines, zwei Gramophone Awards, drei Japanese Record Academy Awards und den Chamber Music of America Award. Das Fono Forum schrieb über diese Aufnahmen: „Beim Takács Quartet ist der Beethoven-Klang des neuen Jahrtausends zu hören.“

Das Quartett ist berühmt für seine innovativen Programme. 2007 präsentierten sie in der Carnegie Hall New York das Programm Everyman (nach Philip Roths gleichnamigem Roman) mit dem Schauspieler und Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman. Mit dem ungarischen Ensemble Muzsikás verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit mit einem Programm, das Werke von Bartók mit den Quellen seiner Musik in der traditionellen Musik der Ungarn gegenüberstellt. Mit dem großen amerikanischen Dichter und Essayisten Robert Pinsky haben sie eine US-Tournee mit einem musikalischliterarischen Programm absolviert.

An der Universität von Colorado hat das Takács Quartet maßgeblich an der Entwicklung eines Streicher-Programms mit besonderem Schwerpunkt auf Kammermusik mitgewirkt. In einer kleinen Gemeinschaft können die Studenten in inspirierender Umgebung ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter verfeinern. Die Lehrtätigkeit des Quartetts führt sich auch in seinen Residencies bei den Sommer-Musikfestivals in Aspen und Santa Barbara fort, zudem ist es Visiting Quartet an der Guildhall School of Music and Drama in London. Es ist außerdem Associate Artist am South Bank Centre in London und tritt jedes Jahr mehrfach dort auf. Für seine Beethoven-Interpretationen dort wurde das Quartett für den renommierten Royal Philharmonic Society Award 2010 nominiert. Das Quartett spielt jährlich weltweit etwa neunzig Konzerte unter anderem in Europa, Australien, Neuseeland und Asien.

Das Takács Quartet wurde 1975 von den damaligen Studenten Gabor Takács-Nagy,
Károly Schranz, Gabor Ormai und András Fejér an der Franz Liszt Akademie in Budapest gegründet. Erste internationale Aufmerksamkeit erlangten sie 1977 mit dem ersten Preis und dem Kritikerpreis beim Internationalen Streichqaurtett-Wettbewerb in Evian (Frankreich). Durch weitere Preise bei den internationalen Streichquartett-Wettbewerben in Budapest, Bratislava und Portsmouth wurde das Ensemble durch seine außerordentlichen Qualitäten schnell bekannt. 1993 trat Edward Dusinberre dem Quartett bei, 2005 ersetzte Geraldine Walther ihren Vorgänger an der Bratsche Roger Tapping. Vom Präsidenten der Republik Ungarn wurde den Mitgliedern des Ensembles 2001 das Ritterkreuz für außerordentliche Verdienste im Bereich der Kunst verliehen und im März 2011 wurde ihnen der Große Verdienstorden verliehen.


2011/2012
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