| David Garrett |
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| Vollständige Biografie | |
| „Du musst ein Weltklassegeiger sein, um eine gute Crossover-CD zu machen!“ (David Garrett) „Crossover kann sich nur der Künstler leisten, der sich bereits in der Klassik-Szene einen Namen gemacht hat.“ David Garrett stellt hohe Qualitätsansprüche. Und er weiß, wovon er spricht. Im Herbst 2007 ist das Ausnahmetalent mit der Veröffentlichung seines Crossover-Albums „Virtuoso“ in Deutschland angetreten und definiert seitdem die Standards in der Klassik- und Crossover-Szene schrittweise neu. Der gebürtige Aachener, Sohn eines deutschen Juristen und einer amerikanischen Primaballerina, kann es sich leisten, die Grenzen auszuloten. Blickt er selbst doch mit seinen 30 Jahren auf eine beispiellose Karriere zurück. Mit vier bekommt er seine erste Geige und bereits mit zehn absolviert er seinen ersten Auftritt mit den Hamburger Philharmonikern. Als Dreizehnjähriger erhält er als jüngster Künstler einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft. 1999, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, macht der Aufstrebende eine Zäsur. Er entschließt sich, aus seinem vorgezeichneten Lebensweg als klassischer Geiger auszubrechen, und zieht nach New York – nicht um sich eine Auszeit zu nehmen, sondern um seine musikalischen Fähigkeiten auch auf ein theoretisches Fundament zu stellen und seine Technik zu vervollkommnen: Er immatrikuliert sich an der renommierten Juilliard School für die Fächer Musikwissenschaft und Komposition. Das Studium unter Itzhak Perlman verleiht seinem Spiel nochmals ganz neue Facetten. David Garretts besondere Liebe zum Studienfach Komposition wird buchstäblich ausgezeichnet, als er im Jahr 2003 mit dem von ihm geschaffenen Werk – einer Fuge im Stil Johann Sebastian Bachs – den angesehenen Kompositionswettbewerb der Juilliard School gewinnt. Damit legt er den Grundstein für seine mittlerweile legendären Arrangements. Sein hoch geschätzter amerikanischer Kompositionslehrer Eric Ewazen sagte über ihn: „Die Intensität seines spektakulären und ausdrucksvollen Geigenspiels hat uns schier überwältigt. Jeder, der die Freude hatte, ihn unterrichten zu dürfen, erkannte seine außergewöhnliche Begabung und sein unglaubliches Talent.“ Seit der Geigen-Visionär sein Studium beendet hat, sieht er ein klar definiertes Ziel vor Augen: Er will junge Menschen an die Klassik heranführen und Begeisterung für die vermeintlich ernste Musik wecken. Um diesem Ziel näher zu kommen, ist das Mischen von Klassik mit Pop-, Rock- und Rhythm-and-Blues-Elementen für ihn ein Mittel zum Zweck. „Ich habe den Anspruch, dass die Crossover-Stücke, die ich arrangiere, auf einem mindestens ebenso hohen Niveau sind wie die klassischen Werke. Wenn ein anderer Geiger die Noten sieht, muss er sagen: Da ist ein verdammt guter Violinpart. Der ist so schwierig, den müsste ich stundenlang üben, bevor ich ihn spielen kann.“ David Garrett bringt seine Ambitionen auf den Punkt: „Du musst ein Weltklasse-Geiger sein, um eine gute Crossover-CD zu machen. Du musst dich dabei sogar noch mehr herausfordern als in der Klassik, weil du den Menschen die Sachen in einem völlig neuen Licht und auf höchstem geigerischem Niveau zu Gehör bringen willst. Die großen Virtuosen von Paganini bis Heifetz haben es genauso gemacht. Alles andere ist stupider Kommerz.“ Während viele konservative Zeitgenossen noch rätseln, ob kompromissloser Anspruch und Popularität, Kunst und Kommerz, überhaupt miteinander vereinbar sind und sein dürfen, hat David Garrett dies schon längst bewiesen und begeistert Zuhörer aller Altersschichten. Ob ausverkaufte Klassikkonzerte in Philharmonien oder Crossover-Programme in Arenen, es weht ein neuer, ungemein inspirierender Geist durch die heiligen Hallen. Die Menschen spüren, dass sie ernst genommen werden, dass hier jemand spielt, der absolut diszipliniert zu Werke geht und Verständnis für unterschiedliche Musikrichtungen und -stile weckt. Sein Wunsch, insbesondere den jungen Zuhörern die Angst vor der Klassik zu nehmen und in der Musikszene einen Wirbelsturm entfachen und dabei möglichst viele Menschen mitreißen zu wollen, erfüllt sich in einem überwältigenden Ausmaß. David Garrett ist nicht nur ein technisch brillanter Ausnahmekünstler, der auf das Lob und die Unterstützung so bedeutender Geigenvirtuosen wie Isaac Stern, Yehudi Menuhin und insbesondere Ida Haendel verweisen kann. Seine Größe zeigt sich auch in seiner geistigen Haltung, die sich auf die Musik niederschlägt. Als einer der wenigen klassisch versierten Künstler hat er einen unverstellten Blick auf Tradition und Moderne. Ein Denken in festgefahrenen Kategorien ist ihm fremd. „Die Paganinis, Liszts und Chopins des 19. Jahrhunderts waren in meinen Augen die ersten Rockstars der Welt.“ Er kennt die Geheimnisse großer Musik und weiß: Je substanzieller ein Werk ist, desto mehr Möglichkeiten hat der Künstler, sich dieses zu eigen zu machen und es in neue Kontexte zu stellen. „Bach hat Vivaldi bearbeitet und Mozart hat türkische Märsche arrangiert. Auch ein Beethoven wollte die Masse begeistern und hat die musikalischen Mittel entsprechend eingesetzt. Die großen Komponisten haben doch immer Sachen einbezogen, die zu ihrer Zeit populär waren, und das ist auch gar nicht verwerflich, im Gegenteil.“ So brachte ihn seine musikalische Kenntnis dazu, Michael Jacksons „Smooth Criminal“ mit Mozarts „Türkischem Marsch“ zu verflechten, und dies bereits vor Michael Jacksons Tod – bevor sich die Welt an dieses Ausnahmetalent erinnerte. David Garrett setzt selbst Trends, weil auch er seiner Zeit voraus ist. Gleichzeitig weiß er, dass Talent und Beherrschung des Instruments alleine nicht ausreichen, um Werke geistig zu durchdringen und verstehen zu können. Musiktheoretisches Hintergrundwissen befähigt den weitgereisten Künstler, Partituren zu analysieren und zu hinterfragen: „Viele große Werke bergen einen unglaublichen Reichtum und eine Vielfalt an Möglichkeiten in sich. Eine bestimmte Taktfolge im „Türkischen Marsch“ von Mozart und „Smooth Criminal“ haben fast dieselbe Harmoniefolge. Daran kann man sehen, dass sich die Musik bis auf die Instrumentalisierung in den letzten 250 Jahren kaum geändert hat. Wir arbeiten immer noch mit demselben Material.“ Nur aus dieser Mischung von Perfektionismus und Offenheit, Kompromisslosigkeit und Weitsicht lässt sich der überwältigende Erfolg erklären, der sich seit der Veröffentlichung von „Virtuoso“ für David Garrett eingestellt hat. Mit dieser Aufnahme eröffnete der Künstler dem Publikum seine Vision davon, wie verschiedene musikalische Stile auf hohem künstlerischem Niveau und ohne Abstriche des musikalischen Anspruchs kreativ miteinander verschmolzen werden können. Die Aneinanderreihung eigener Kompositionen und arrangierter Klassiker – von der virtuosen „Paganini Rhapsody“, basierend auf der Caprice No. 24 von Niccolò Paganini, bis zum emotional intensiven Rockklassiker „Nothing Else Matters“ von „Metallica“ – verblüffte die Musikwelt. Befürworter und Kritiker entfachten einen Dialog über musikalische Ausrichtungen, durch den das Thema Musikvermittlung wieder in den Mittelpunkt des Interesses rückte. Der Lohn für den Künstler war ein ECHO Klassik 2008 in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Das „Encore“ erfolgte buchstäblich anschließend im Oktober 2008 und übertraf als Nachfolge-Album sogar noch seinen Vorgänger. „David Garrett“ belegte auch in den USA monatelang Platz 1 der Klassik- und Classical-Crossover-Charts. Mit dem im November 2009 erschienen Album „Classic Romance“ kehrte der Geigenvirtuose wieder zur Klassik zurück. Er gestaltete eine besondere, für ihn sehr persönliche CD, auf der er um das Violinkonzert von Mendelssohn herum sieben kleinere Werke von der Klassik bis zur Romantik arrangierte. „Classic Romance“ stieß auf außergewöhnliche Resonanz und wurde mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie „Bestseller des Jahres“ gekürt. „Die Klassik ist meine Herzensangelegenheit und ich bin sehr glücklich, dass meine Botschaft von den Menschen verstanden wird.“ Im Juni 2010 liefen alle bisherigen musikalischen Aktivitäten des Stargeigers auf eine weitere spannende Herausforderung zu: Rock Symphonies. Beim legendären Konzert in der Berliner Wuhlheide stellte David Garrett die bisher individuellste „musikalische Ansprache“ an sein generationenumspannendes Publikum vor. Klassiker vom Barock bis zur Neuzeit, von Bach bis zu Nirvana, werden in einem neu arrangierten, sinfonischen Klang präsentiert. Abermals wurde sein Mut zu Neuem honoriert. 2011 erhielt er für sein Projekt „Rock Symphonies“ gleich zwei ECHO-Auszeichnungen. Die DVD „David Garrett: Rock Symphonies – Open Air Live“ wurde in der Kategorie „Beste DVD-Produktion national“ ausgezeichnet; ebenso wurde er als „Bester Künstler“ in der Kategorie „Rock/Pop national“ gewürdigt. „Rock Symphonies ist bisher mein außerordentlichstes und ambitioniertestes Projekt. Deshalb freue ich mich bei der Tour 2011 auf die Jungs aus meiner Band, das Orchester und die Zuhörer. Alle diese Menschen bilden für mich eine musikalische Familie.“ David Garrett ist Ehrenjuror in der Kategorie Violine beim diesjährigen „Internationalen Musikwettbewerb Köln“, der vom 22. September bis zum 2. Oktober 2011 stattfindet und von der Hochschule für Musik und Tanz Köln ausgerichtet wird. 2011/2012 Falls Sie diese Biografie verändern wollen, kontaktieren Sie bitte Mark Stephan Buhl Artists Management (office@msbuhl.com). Bitte verwenden Sie nur Material der laufenden Saison. | |





