| Tzimon Barto |
| EUR |
| SonntagsZeitung, 18. Oktober 2009 | Kai Luehrs-Kaiser Die CD gehört zum Besten des Haydn-Jubiläumsjahres. (...) Schillernd-tragisch und unergründlich, erweist sich Barto (...) als einer der vielschichtigsten, feingeistigsten und besten Pianisten der Gegenwart. (Man) spürt einen Haydn-Ernst, wie man ihn noch nie hörte. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2009 | Martin Wilkening Für Barto, in dessen Haydn-Spiel buchstäblich jeder Ton zählt, besitzt selbst das Einfachste noch unergründliche Tiefe, weshalb er das frühe Werk so nimmt und begreift wie das späte - und solcherart einen komplett enthorisierten Blick ind die Gefühls-und gedankenwelt dieser Musik riskiert. RBB kulturradio, 1. September 2009 | Christin Gottler Tzimon Barto (...) überrascht immer wieder mit seinen Aufnahmen. (Er) verleiht den Sonaten Nachdenklichkeit und Tiefe, (...) spannt einen großen Bogen über jeden Satz, und lässt die von ihm artikulatorisch strikt durchgeplanten Sonaten erstaunlich spontan, leicht und luftig erklingen. Ad Hoc News, 19. September 2009 | Christa Sigg Barto gibt den Noten Raum, begreift sie nie als bloße Fingerübung. Vielmehr sucht er in diesen Sonaten nach dem Funkeln im Inneren und wird auf köstliche Weise fündig. Selbst in den einfachsten Passagen. Spiegel Online, 23. September 2009 | Kai Luehrs-Kaiser Auf seiner neuen Haydn-CD (...) lässt Barto so viel bitter erworbene Lebensintensität, so viel tänzerischen Trotz und Trauer hören, wie das seit Jahren niemand wagte. Kurier, 19.10.2008 Allein Tzimon Bartos Minenspiel gab bis in die letzten Reihen des Konzertsaals Aufschluss über seine Passion an den Klaviertasten. Die enorme Konzentration hatten dem amerikanischen Starpianisten sechs Werke abverlangt, mit denen er vergangenen Mittwoch das Franz Liszt Festival in Raiding fulminant eröffnete. Denn zweieinhalb Stunden wusste der Musiker das Publikum […] in seinen Bann zu ziehen. […] makelloses Spiel […], Das Publikum bedankte sich mit minutenlangem Applaus […]. WAZ-Recklinghausen, 23.07.2008 | Elisabeth Höving Musikalische Perfektionisten sind sie beide, spielen ausnahmlos vom Blatt, bilden eine Harmonie, die sich auch ohne viel Blickkontakt einstellt. Mit Robert Schumanns kleinen Charakterstudien „6 Etudes en Forme de Canon” beginnen die Weltstars mit verhaltenen, lyrischen Melodien. Zwischen die großen Romantiker Schumann und Schubert schieben die Pianisten zwei moderne Werke, die virtuose Überfrachtung geschickt vermeiden helfen. [...] Mal mit Anschlägen wie Donnerhall, dann mit ganz zarten, nuancenreichen Tupfern. Brahms' Sonate f-Moll für zwei Klaviere geriet vor allem durch die meditative Tiefe des Andante zum Highlight. [Tzimon Barto und Christoph Eschenbach] Die Welt online, 22.7.2008 | TRS Eschenbach und Barto spielten mit musikantisch lebendigem Zugriff, im Zweifel für das Herz votierend statt für Perfektion. Das Andante gestalteten sie als klangtiefe Meditation im Volksliedton, die harmonisch erregend undefinierbaren Eingangstakte des Finales isolierten sie wie eine große Rätselfrage; ihre Antwort weist nach Schönbergs Diktum über "Brahms, den Fortschrittlichen" in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Ruhr Nachrichten online, 22.7.2008 | Klaus Lipinski Egal ob in Schumanns "Studien für Pedalflügel" in der reizenden Bearbeitung von Debussy, oder Schuberts Fantasie f-moll, wo Barto das Thema so hinreißend zärtlich und klagend spielte. [...]Patricio da Silva heißt der aktuelle Träger des "Barto-Prize". Ein alljährlicher Kompositionswettbewerb, bei dem sich Klaviermusik auf Gedichte beziehen muss. [...] Der zweite Satz spielt auf sinnliche Art mit Klangschichten, die beiden anderen strahlen motorische Energie aus. Prokofieff hätte Spaß gehabt, aber auch Barto war ganz in seinem Element. Wiener Zeitung, 30.1.2008 | Gerhard Kramer |
| Dabei erkannte man sehr wohl die nahezu unfehlbare Technik des Pianisten, ebenso seine weitgefächerte Anschlagspalette speziell im farblich reich nuancierten Pianobereich. Ein von Gedichten Walt Whitmans inspirierter Klavierzyklus des amerikanischen Komponisten Claude Baker (geb. 1948) forderte dann allerdings auch Tzimon Bartos enorme Kraftreserven heraus; die idealste Balance seiner Fähigkeiten fand er zuletzt bei Chopins "Andante spianato et Grande Polonaise brillante" op. 22. |





