| Nikolai Tokarew |
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| WAZ, 16.05.2008 | Werner Häußner Zwanzig Jahre Klavier-Festival Ruhr - Nikolai Tokarev spielt zur Eröffnung Schubert und Liszt in der Philharmonie Essen [...] Die absteigenden Töne des Beginns formuliert Tokarev ahnungsvoll offen, wie eine Vermutung. Das erste „Grandioso“ bringt er mit Klarheit, das „Recitativo“ beginnt er lässig unangestrengt. So bleiben ihm Reserven für bebend grundierte Steigerungen bis zu hymnischen Höhepunkten klanglicher Entfaltung. Nie weckt er den Eindruck, die gewaltigen Exaltationen der Liszt’schen Virtuosenlust mit Grimm herbeizuzwingen. Stets hält er einen Rest von eleganter Distanz. Die Musik driftet nicht, wohin sie oft karikierend geschoben wurde: in die Nähe schweißtreibender Schwerarbeit. [...] Tokarev setzt präsent, wie chamäleonhaft sich die zentralen Motive dieses Sonatenmonstrums hinter Schleiern von Trillern und Arpeggio-Nebeln verbergen, um blitzartig hervorzuleuchten oder furios aufzusteigen. Dass seine Anschlags- und Färbetechnik eine unglaubliche Vielfalt von Facetten ermöglicht, dass er kantable Diskretion und nervöses Stricheln ebenso beherrscht wie spannungsgeladene Ruhe, lässt die h-moll-Sonate zum Ereignis der Kontraste werden. Eine Vielfalt, die sich in lyrisch-wehmütiger Brechung auch in den sechs Schubert’schen „Moments musicaux“ und in den drei von Liszt transkribierten Liedern des Wiener Meisters erspüren lässt. Da gelingen Momente, die bereits auf die ätherische Gelöstheit des Endes der Liszt-Sonate hinweisen, mit der sich der grandiose Bogen dieses Konzerts von dunkler Vermutung zu ahnungsvoller Gewissheit geschlossen hat. Furioser Auftakt zum Klavier-Festival Ruhr. Westfälische Rundschau, 16.05.2008 | Sonja Müller-Eisold Mit einem umjubelten Auftritt des 24-jährigen Moskauer Pianisten Nikolai Tokarev startete das Klavier-Festival Ruhr 2008 in der Essener Philharmonie. [...] [...] Nikolai Tokarev hat schon vor drei Jahren beim Klavier-Festival ein glänzendes Debüt gegeben. Der Tasten-Poet gilt als große Entdeckung in der gegenwärtigen Pianistenszene. Er spielt mit Emphase, ausdrucksgeladen, sensibel, mit vielen Anschlags-und Ausdrucksnuancen, mit genauer und einleuchtender Artikulation - und mit überwältigender technischer Rasanz. [...] hier ist es vor allem die spürbare Leidenschaft, mir der er, jung und ungestüm, ausdrucksgeladen und glutvoll die Musik durchdringt. Er macht sein Bekenntnis wahr: "Die Technik dient allein dazu, seine Gedanken, seine Seele, sein Herz ausdrücken zu können. Westfalenpost 17. Mai 2008 | Andreas Meyer Nach der Pause folgt schließlich die ob ihrer struppigen, zerklüfteten Art berühmt berüchtigte h-Moll-Sonate. Jetzt lässt Nikolai Tokarev den Konzertflügel in all seinen Farben leuchten. Mächtige Akkordkasskaden, flirrende Triller, chromatische Läufe bieten die ganze, romantisch rauschende Wucht. Während der letzten choralähnlichen Akkorde regt sich das Publikum fast nicht mehr. Nikolai Tokarev hat auf ganzer Linie gewonnen. Am Schluss großer Jubel und zwei wundervolle Zugaben. Sueddeutsche Zeitung, 24.07.2003 | Helmut Mauro |
| “… Bei Tokarev ist solch ein Stück immer alles zugleich: Artistik, Drama und intelligent erfühlte Klangwelt…” (when Tokarev plays a piece it is always all at the time: artistic, drama, and a world of sound that emerges from a smart feeling) |
| Sueddeutsche Zeitung, 11.06.2002 | Helmut Mauro |
| “… gehört er schon jetzt zur Weltspitze…” (he already is one of the world top pianists) |








